Kennung: technik

simple mind - simple pleasure

Mein altes Mobiltelephon wurde langsam etwas kurzatmig, der Akku hat zwar recht lange im Bereitschaftsmodus durchgehalten aber sobald etwas mehr verlangt wurde keuchte die Stromzelle binnen kürzester Zeit wie eine Dampflok mit Asthma am Berg.

Also stand nun die Frage ins Haus neuer Akku oder neues Gerät. Ich habe mich beim Akkupreis von über 30 € für das neue Gerät entschieden und dabei überraschenderweise sozusagen mein Traumhandy gefunden. Es kann nämlich außer Telephonieren und Kurznachrichten versenden gar nichts, na gut es hat eine Weckerfunktion, die ich wohl nie nutzen werde. Es ist darüberhinaus extrem flach (9-10 mm) hat vernünftig proportinierte Tasten und ein Display auf dem ich sofort die Uhrzeit erkennen kann (unmöglich mit dem alten Motorola 450 C). Und noch etwas, was mich gleich ansprach eine e-Tintenartige Bildschrimtechnik. Die Rede ist vom Motorola F3. Im Prinzip ist es eine Art Seniorenhandy :). Der Verkäufer sprach zwar von komplizierter Bedienung, aber das war das erste Telephon, bei dem die Bedienungsanleitung kein Inhaltsverzeichnis hat und nicht in gebundener Form ist.


und so schaut es aus ...

Auffällig ist, daß quasi alles mit Symbolen und keinerlei Text dargestellt wird, man aber jedes Menü bei Bedarf mit einer Sprachausgabe erklärt bekomme kann. Man merkt, daß es ursprünglich für Entwicklungsländer konzipiert war. Man hat sich also richtig Gedanken gemacht, daß es einfach zu bedienen ist.

Ich hätte nie gedacht, daß ich mal so ein Telephon finden würde. Da ich als PDA immer noch meinen guten Palm nutze und gar nicht daran denke den gegen ein 'smartphone' einzutauschen (Könnte ich ja nichtmal im Flugzeug ebooks lesen oder Musik mmit hören.) will ich gar kein zweites Adressbuch führen, keinen hakeligen kleinen Terminkalender mit 9 Tasten bedienen müssen.

Da ich keinen prepaid-Vertrag oder sonstwas habe, sondern nur das Gerät und sonst nix erworben habe gibt es auch kein 'branding' und ich muß mir nicht mehr andauernd zeigen lassen welche Firma mir das Funknetz bereitstellt. Tut das Telephon im Festnetz ja auch nicht. Einfach wunderbar.

Das einzige was vielleicht etwas schade ist, in Deutschland scheint (zumindest die komplett vertragsfreie Version) mit der simpelsten Firmware überhaupt verkauft zu werden, da man nicht einstellen kann, daß das Datum optional angezeigt wird unter der Uhrzeit. In Südostasien gibt es auch wohl mehr Klingeltöne - ich mag keine Klingeltöne, ist also egal.

Ich sag ja: simple mind - simple pleasure ;)

  Nergal

Live-Camera

Unter Camera findet Ihr nun auch die webcam zur Sendung, und manchmal bin ich auch so online, aber nur nach Lust und Laune. Dort könnt Ihr übrigens dann auch mit mir quatschen :).

  Nergal

Photogallerie

Wenn auch erstmal in äußerst simpler Form gibt es nun eine kleine Photo-Gallerie

Noch habe ich mich nicht für eine endgültige technische Plattform entschieden.

Momentan sind nur drei Aufnahmen von Münsteraner Kirchtürmen dabei, um verschiedene Designs zu testen und auch die Geschwindigkeit vom Server beim Seitenaufbau der mithin recht großen Bilder zu beobachten.

  Nergal

ebook-Reader von Amazon

Seit einiger Zeit kursierten die von FCC veröffentlichten Bilder des neuen ebook-Lesegerätes von amazon herum und die meisten waren sich in vielen Kommentaren sicher, daß sei nur ein Prototyp, da würde noch ein Design folgen.

Weit gefehlt! Die meinten das tatsächlich ernst mit diesem komischen weißen Gerät. Nicht, daß ich etwas gegen ein weißfarbiges Gerät einzuwenden hätte, aber das ist eine Beleidigung der Augen und ich fürchte auch der haptischen Sinne. Formen, wie Sie vielleicht 1987 modern gewesen wären, aber bitte nicht im Jahre 2007.

Als leidenschaftlicher ebook-Leser habe ich wirklich gehofft dieses Gerät könne Bewegung in den völlig überteuertem Lesegerätemarkt bringen. Um zu zeigen wie wenig innovativ das Gerät eigentlich ist, hier mal ein Vergleich zwischen meinem Palm Tungsten E und dem Kindle:

KindleTungsten E
289 g130 g
800px zu 600px e-ink
4 Graustufen ohne Hintergrundbeleuchtung
15,2 cm Diagonale
320px² LCD
Farbdisplay mit Hintergrundbeleuchtung
7,2 cm Diagonale
-Touchscreen
256 MB + SD-Karte32 MB + SD-Karte
Kopfhöreranschluß, USB-Anschluß
WLANInfrarot
399,00 $199,00 € (im Jahr 2004)
mobipocketmobipocket, ereader, plucker, avant go, pdf, txt, doc, pdb, html, ...
Zeitungsabos gegen EntgeltZeitungsabos auch kostenlos
Wikipedia onlineWikipedia offline
Hörbücher (vermutlich mp3)Hörbücher und Musik (mp3, ogg, real, ...)
2 Tage bis eine Woche (ohne Audio)Lesen und Musikhören ~2 Stunden Akkulaufzeit
über 90T ebooksüber 300T ebooks kostenfrei - vermutlich viele mehr
Plastik-GehäuseMetallgehäuse

Also für mich ist der Palm der Sieger, schließlich kann ich ihn mit einer Hand halten und bedienen, ihn in die Jackentasche stecken, Adressen und Texte lesen, schreiben verwalten, eine Vielzahl von Programmen ausführen und das seit einigen Jahren.

Natürlich gibt es keine Dienstleistungen wie kostenpflichtigen email-Empfang. Auch die Übertragung eines Worddokuments erfordert für einen Palm (wie wohl allen PDAs und sog. smartphones) keine email je 0,10$. Und ob der Internetzugang in Europa, insbesondere Deutschland, von diesem Gerät aus stets gewährleistet ist, wie die Werbung für den Kindle suggeriert, wage ich sehr zu bezweifeln.

  Nergal

device id 0069 - wacom bamboo one

Wie immer habe ich vor dem Kauf von Geräten für den Rechner geschaut, wie es denn um die Linux-Unterstürzuung bestellt ist. So auch bei dem Digitalisiertablett Bamboo von Wacom. Ein höschst schlichtes und einfaches Gerät, da ich damit eigentlich nur digitalisierte Rasterkarten in QGIS oder GRASS GIS vektorisieren wollte. Also nicht einmal die Druckstärke spielt eine Rolle für mich.


stille Wasser gründen tief

Und nachdem es mich doch einige Nerven gekostet hat und es offiziell doch noch nicht unterstützt wird, möchte ich hier eine kleine Beschreibung bieten, wie es dann doch geklappt hat. Ich habe es bisher nur unter Gentoo Linux 2.6.23 x86 und linuxwacom-0.7.8-3 getestet. Im wesentlichen habe ich mich an das HowTo Wacom Tablet vom Gentoo Wiki gehalten. Was die allgemeine Intallation zunächst betraf. Hier ist insbesondere die Konfiguration von udev ausführlich erklärt, so daß ich das hier nicht weiter aufgreifen werde. Die zweite wichtige Quelle für mich war: Support-for-wacom-bamboo-one-with-device-id-0x0069.

Das Bamboo One ist anscheinend nicht im Kern Bestandteil der Bamboo-Serie, sondern vermutlich im Kern ein Volito 2. Nur schmückt es sich mit einer anderen id, nämlich der Nummer 0069.

Also für den Fall, daß
cat /proc/bus/usb/devices | grep -A5 056a | grep Driver | grep wacom kein Ergebnis wie dieses: I:* If#= 0 Alt= 0 #EPs= 1 Cls=03(HID ) Sub=01 Prot=02 Driver=wacom liefert, aber der Treiber vom Kernel oder linuxwacom wie im HowTo beschrieben installiert ist, dann spricht einiges dafür, daß der Treiber das Bamboo One noch gar nicht erkennen kann.

Das liegt an der Produkt-Nr. 0069, was man mit folgender Zeile recht schnell überprüfen kann:
cat /proc/bus/input/devices | grep 056a, diese sollte folgendes ausgeben: I: Bus=0003 Vendor=056a Product=0069 Version=0200.

Ich habe an den Kernelquellen nicht herumgebastelt, sondern den linuxwacom-Treiber manipuliert, so daß er erstens die Produkt-Nummer 0069 erkennen kann und außerdem das Bamboo One als GRAPHIRE anspricht und die gleichen Eckkoordinaten erhält wie das größere Volito 2

Dazu habe ich die Datei src/2.6.19/wacom_wac.c im Verzeichnis des linuxwacom-Quellcodes angepasst. Welche Bereiche kann man am besten aus der oben genannten zweiten Quelle entnehmen: Support-for-wacom-bamboo-one-with-device-id-0x0069.

Danach wäre zwar der Treiber mit dem Gerät verbunden, aber das Mapping ist noch falsch und der Stylus tanzt wie verrückt; an ein Arbeiten ist so nicht zu denken.

Also muß man nun in Ergänzung zu den Angaben von Frederik M.J. Vestre noch in der oben erwähnten wacom_wac.c-Datei die Auflistung ändern, leicht zu finden wenn man nach "Bamboo" sucht. Ich habe hier die Bamboo-Zeile auskommentiert und dafür eine neue für das Bamboo One eingefügt. Vermutlich kann man die Kommentierung auch entfernen.
{ "Wacom PenPartner2", 8, 3250, 2320, 255, 63, GRAPHIRE },
/*{ "Wacom Bamboo", 9, 14760, 9225, 511, 63, WACOM_MO },*/
{ "Wacom Bamboo One", 8, 5104, 3712, 511, 63, GRAPHIRE },

Das ganze mit folgendem Befehl übersetzen lassen:
./configure --prefix=/usr/ --enable-wacomdrv --enable-wacdump --enable-xsetwacom --enable-dlloader --enable-wacom --enable-tabletdev --enable-input --enable-mousedev --enable-evdev && make && sudo make install
und danach den im Verzeichnis unter src/2.6.19/wacom.ko erstellten Treiber anstelle des vom Kernel bereitgestellten Treibers einfügen, man sollte die dort vorhandene Datei gegebenenfalls sichern.
cp wacom.ko /lib/modules/2.6.23-gentoo/kernel/drivers/input/tablet/wacom.ko
Hier muß der Pfad an die eigene Installation angepasst werden.

Ich wünsche viel Erfolg :)

  Nergal

Von Studien und Forschung


faszinierende Welt der Nachrichten (Quelle: heise.de)

Oh je! Im Jahre 2010 wird sich unsere dann durchschnittlich (geschätzt) 20 Mbit schnelle Datenverbindung schrecklich lahm anfühlen. Aber Rettung naht, man pumpt einfach 100GBit/s durch die armen Kupferkäbelchen. Natürlich hinkt der Vergleich ein wenig, aber so wie die Überschriften zu den beiden Artikeln da zusammenstehen, konnte ich nicht widerstehen.

Die Beiträge auf heise.de nochmal verlinkt:

  Nergal

Logdatei von bots befreien

Auf dem webspace auf dem dieser Blog läuft, kann man sich eine Applikation (webalizer) einrichten, um die die Statistiken zu betrachten. Um mir diesen Applikationsslot freizuhalten lade ich mir lieber bei Bedarf die aktuelle access.log herunter und jage sie durch webalizer.

Eigentlich ist das ja auch so simpel wie nur irgendwas, aber eines ärgerte mich dann doch zunehmend, vor lauter Bots war an eine Analyse gar nicht zu denken.

webalizer bietet zwar durchaus in der Konfigurationsdatei einiges an, um sich Bots zu entledigen, aber die zu konfigurieren war mir viel zu umständlich und unflexibel.

Also galt es den ganzen Mist herauszufiltern. Dazu bieten RegEx ein breites Spektrum.

Etwas vergleichbares hatte ich im Internet nicht gefunden, und da vermutlich auch andere dieses Schicksal teilen, werde ich ein kleines Shell-Skript zum herunterladen anbieten.

Im Prinzip muß man es nur von dem Ordner aus aufrufen, in dem sich die access.log-Datei befindet. (Achtung! - webalizer erzeugt u.a. eine index.html-Datei, es sollte also nicht im root-Verzeichnis eines webspaces erledigt werden.) Es wird eine Zwischendatei angelegt, aus der webalizer gespeist wird (eine direkte Pipe ist leider nicht möglich, da webalizer mit dem Erzeugen beginnt, bevor sed fertig ist), diese Hilfsdatei wird aber wieder entfernt. auch die Logdatei bleibt intakt, für diejenigen, die dies gerne auf einem Servre ausführen möchten.

Das Shell-Skript:

antibot.sh

Viel Erfolg!

  Nergal