Ich lese gerne, ich lese viel, aber ich mag es nicht mehr Buchseiten aus Papier umzublättern.
Eigentlich auch kein Problem im Zeitalter der eBook-Reader, aber (!) wehe dem, der deutsche E-Bücher erwerben möchte.
Wenn man die gängigen Online-Händler abklappert (libri.de, amazon.de und natürlich den Münsteraner buch.de), so ergibt sich ein Bild der Hoffnungslosigkeit: Perry Rhodan dominiert mit ca. 95% den Bereich Science Fiction, gerne unterfüttert mit Werken von Jules Verne und ein paar anderen Autoren.
Der EDV-Bereich ist noch 'traditionell' am besten bestückt, aber das sind in der Regel keine Lektüren.
Ein weiteres Highlight sind die Ratgeber und Lebenshilfen, bei denen sich der Druck anscheinend nicht mehr lohnt.
Allmählich besser wird die Situation bei den historischen Romanen, seit Autoren wie Tilman Röhrig oder Tanja Kinkel ihre Werke auch in elektronischer Form veröffentlichen.
Anscheinend der einzige Verlag, der erkannt hat, das elektronische Bücher bei Nachschlagewerken enorme Vorteile bieten ist PONS. Für gut 50 € kann man die beiden Großwörterbücher für DE <-> EN bekommen. Und man ist trotzdem so schnell, als wenn man den kleinen Taschenlangenscheidt durchsucht - nur die Resultate sind umfangreicher ;) .
Ebenfalls in die richtige Nische stoßen die Marco Polo-Reiseführer vor. Es gibt zwar noch ein paar kleinere Anbieter, die ebenfalls auf den elektronischen Markt gehen, aber der ADAC oder National Geographic als echte Referenzen auf dem Gebiet (unter vielen anderen) glänzen hier durhc Abwesenheit.
Am Ende bleibe ich also doch bei meinen kostenlosen Büchern von gutenberg.org, manybooks.net und seit jüngerer Zeit für den iLiad feedbooks.com.
Mein Fazit: die Technik ist da ... die Inhalte fehlen! - Liebe Autoren und Verlage: Es gibt so viele Möglichkeiten um Papier, Lagerraum und Logistik einzusparen und zugleich so unendlich viele Inhalte anzubieten.
Auf etwas Schwung im deutsch-sprachigen eBuch-Markt hoffend ...
Nergal