Velvet Acid Christ - Lust for Blood
Schon seit dem Erscheinen der Calling ov the Dead höre ich leidenschaftlich gerne VAC. Und eben jenes Album war und blieb stets auch mein Favorit unter allen Alben deren Besitzer ich mich nennen darf.
Lust for Blood könnte ein direkter Nachfolger des 1998 veröfftenlichten Calling ov the Dead sein. Der erste Titel Wound bereits zeichnet sich durch einen großen Kontrast aus, von typischen fluktuierenden Melodinien, dem typischen gezerrtem Gesang Bryan Ericksons, dunklen Rythmen und den vielschichtigen Samples die bei jedem Hören eine unterschiedliche Nuance einzunehmen scheinen.
Dieses Album, bereits 2006 erschienen, aber nicht eher in meine CD-Sammlung gekommen ist für mich das, was so oft von dem Fun with knives versprochen wurde, welches ich eher zu den schwächeren zähle.
Die große musikalische Kreativität zeigen Lieder wie Crushed, das mit unverzerrter E-Gitarre eingespielt wird und dann in diesen unverwechselbaren VAC-Ryhtmus übergeht. Wenn der Gesang nicht wäre könnte es fast von Garden of Delight stammen und doch ist es eben der ureigene Stil der Drums, der dann doch eine tieftraurige Stimmung der Melodie vorantreibt.
Es ist recht lange her, daß ich ein derart vielschichtiges, verwobenes, kreatives, dunkles, aggresives und zugleich sanft liebliches Album gehört habe. - Ich verneige mich vor VAC!
Übrigens das Album Cover ist auch eines der schönsten, die ich kenne! Würde ich mir glatt an die Wand als Bild hängen. Es erinnert sehr an den Stil von Mark Ryden.



