Kennung: hattuscha

Hattuscha - Bogazköy

So langsam rückt die Zeit näher, wenn es heißt "Fasten Seatbelts!" und der Flieger Richtung Ankara abhebt.

Ab Anfang August bis zum Tag der deutschen Einheit werde ich dann in der Türkei sein und in wohl einer der größten antiken Ruinen des alten Orients arbeiten. Hattuscha, die Hauptstadt der Hethiter erwartet uns und unser kleines Team aus Münster.

Es gibt noch eine Menge Vorbereitungen zu treffen. Da unten ist es wohl recht regnerisch zur Zeit, Zecken mit fiesen Krankheiten. Dazu kommen noch teilweise Daten und Software die vorbereitet sein will. Wer weiß, ob ich da unten noch mal eben ein emerge werde absetzen können.

  Nergal

GPS und QGIS / GrassGIS - 03

Teil drei sollte sich eigentlich bereits vorgestern damit beschäftigen, wie das Hochladen von Daten (Wegpunkten, Routen, 'tracks') klappt. Es funktionierte wider Erwarten nur halbwegs. Ich vermutete zunächst etwas in der Bedienung von gpsbabel übersehen zu haben, weshalb immer nur ein Wegpunkt hochgeladen wurde, anstatt alle vorgegebenen auf einmal.

Aber das war es nicht, also mal die allzu bekannte Suchmaschine genutzt und siehe da: der Treiber für Garmin (garmin_gps) wird auf gpsbabel ein reibungsloses Funktionieren treffenderweise als "depressingly uncommon situation" beschrieben. Also blieb mir nur über die angebotenen Lösungswege auf Gentoo Linux anzuwenden

Als erstes nutze ich die Gelegenheit den unweise fest in den Kernel kompilierten Treiber zu entfernen, was mir die mühsamen Umwege erspart den Treiber davor zu bewahren überhaupt geladen zu werden. Ich halte es auch für die sauberere Lösung das Ding direkt zu entfernen, da es nachweislich nicht korrekt arbeitet.

Im wesentlichen reichte es dann unter:
/etc/udev/rules.d/ die Datei 51-garmin.rules anzulegen. In diese Datei kommt folgende Zeile:
SYSFS{idVendor}=="091e", SYSFS{idProduct}=="0003", GROUP="plugdev", MODE="660"

Nun konnte ich mittels QGIS eine neue .gpx-Datei anlegen und mit lustigen Wegpunkten befüllen. Auch Routen ließen sich problemlos erzeugen und als normaler Nutzer ohne root-Rechte mit folgendem Befehl auf das GPS-Gerät hochladen:
gpsbabel -r -i gpx -f test.gpx -o garmin -F "usb:"

Nun endlich kann ich in Vorbereitung für Hattuscha die wesentlichen Strukturen vorab auf das Gerät laden. Übrigens Routen und 'tracks' eignen sich hervorragend, um Gebäudeumrisse nach zuzeichnen.

Und wieder ein Problem gelöst :)

  Nergal

Vorbereitungen - Gedanken - Aufbruch

Nach und nach nimmt die weite Reise Gestalt an.

Der große Rucksack ist bereit beladen zu werden, das ThinkPad ackert sich durch die letzten Vorbereitungen, damit ich (hoffentlich) vor Ort in Bogazköy gleich mit dem GPS draufloslaufen kann.

Lange Listen warten darauf viele, viele kleine Häkchen zu bekommen, wenn die einzelnen Dinge Ihren Platz gefunden haben, oder zu erledigende Aufgaben Ihren Abschluß gefunden haben.

Mal schauen, wie oft ich Gelegenheit haben werde vor Ort ins Internet zu gehen und hier ein paar Nachrichten zu hinterlassen. Wenn ich dort überhaupt etwas zu berichten habe, oder darf - kann ja sein, daß es so wichtige Ergebnisse gibt, daß ich an dieser Stelle nicht freimütig alles veröffentlichen darf.

Nebenbei habe mich noch ein wenig in digiKam eingearbeitet. Da ich noch keine Digitalcamera besitze, sondern nach wie vor der schrecklich teuren analogen Photographie treu geblieben bin (Diapositive haben immer noch eine unglaubliche Informationsdichte! - warum sind gute digitale Spiegelreflexcameras so teuer?) war für mich bisher wenig Bedarf dazu. Aber ich habe den Nutzen dann doch unterschätzt, meine vielen Rasterdaten kann ich damit viel besser überblicken, kommentieren und sortieren. Das hat mir die Arbeit an den Satellitenbildern sehr erleichtert.

Ich frage mich gerade, wieso man in Flugzeugen nur 20 kg Gepäck und 8 kg Handgepäck haben darf. Ich denke ich wiege weniger als der durchschnittliche deutsche Erwachsene, man könnte doch einfach die einzelnen Passagiere samt allen Gepäckes wiegen und das darf einen bestimmten Wert nicht überschreiten. Somit wären dicke Menschen angehalten den überdurchschnittlichen Kerosinverbrauch entweder durch reduziertes Gepäck zu kompensieren, oder eben zu bezahlen, während leichte Menschen, vielleicht etwas günstiger davonkämen. Solche Gdanken kommen, wenn man merkt, daß die ganze Ausrüstung und die mitzunehmende Kleidung (es ist zur Zeit ca. 30° C in der Region Ankara - zum Herbst hin wird es sich wohl empfindlich abkühlen) für 60 Tage doch einiges an Volumen und Gewicht bedeutet. Wenn es ganz eng wird, werde ich wohl auf ein bischen Fruchtgummi und Lakritz verzichten müssen. Oder meine Weste damit vollstopfen :).

Genug der wirren Gedanken - bis die Tage!

  Nergal