Siemens - oder wie ich das Vertrauen in ein Unternehmen verlor
Liebe Leute von Siemens,
es mag ja sein, daß ihr es nicht leicht habt. Ich spreche jetzt gar nicht von den jüngsten Korruptionsvorwürfen und -vorfällen sondern von euren Produkten.
Ich war bisher ein Freund von Technik 'Made in Germany', manchmal nicht das günstigste, aber es gab mir die leichte Beruhigung, der Wirtschaft hierzulande wenigstens nicht zu schaden und hiesige Produkte hatten ja auch einen ausgezeichneten Ruf. Aber soeben ist da etwas zerrissen, nämlich ein Abschnitt Haut an meinem Finger, weil die Blende für das Batterienfach des Telephons dermaßen schwer zu öffnen war und gleichzeitig extrem spitze Kanten hat, so daß es mich tief schnitt.
Eure GigaSet-Produktserie habe ich bisher im Umfeld und am eigenen Leibe stets als Schund, sogar teuren Schund kennengelernt.
Überhitzte Akkus, nicht mehr ladende Akkus und Gummitastaturen an kabellosen Telephonen mit richtig guter Kapilarwirkung bis auf die Platinen, habt ihr die nur an Plastikdummies getestet? Router die mir bei der Vergabe eine statischen IP-Adresse sagen «"2" ist kein gültiger Wert, geben Sie bitte eine Zahl ein.» oder deren Bedienung nur in Verbindung mit dem IE von Microsoft funktionieren. Gott sei Dank gibt es vmware, so daß ich ohne eine Windowsinstallation mit umbooten das Ding bedienen kann.
Ich fand Eure Handys mal richtig toll anzuschauen, aber bei dem Vertrauen, daß ihr in das eigene Produkt verbreitet habt kam mir nicht mal der Wunsch eines zu erwerben. Glücklicherweise, denn wer käme jetzt für Garantiefälle auf? Mir geht es dabei um fachliche Kompetenz, nicht wer nun rein rechtlich dafür theoretisch gerade zu stehen hätte.
Schade, daß ihr es nicht mehr schafft Produkte herzustellen für Endverbraucher, die solide Technik wünschen.


