Pinguin aus Stein


mein kleiner 'Tux' auf dem Schreibtisch

Endlich habe ich mal daran gedacht den kleinen Pinguin zu photographieren und hier eine besonders edelen Vertreter von Tux Familie zu präsentieren.

Es war ein von den bei der Ruine von Hattusa arbeitenden Steinschnitzern hergestellter Pinguin, die ihn vermutlich wegen der abgebrochenen Flügelspitzen (sieht man gar icht so direkt) und eines sich andeutenden Risses an der rechten Seite fortwarfen, so daß ich ihn nebenbei während der Keramiksuche zufällig fand.

Nun freue ich mich einen ganz besonderen 'Fund' gemacht zu haben und zugleich einen netten kleinen Tux / Pinguin für den Schreibtisch zu haben ohne quietschgelb :). Also wie gemacht für mich!

  Nergal

device id 0069 - wacom bamboo one

Wie immer habe ich vor dem Kauf von Geräten für den Rechner geschaut, wie es denn um die Linux-Unterstürzuung bestellt ist. So auch bei dem Digitalisiertablett Bamboo von Wacom. Ein höschst schlichtes und einfaches Gerät, da ich damit eigentlich nur digitalisierte Rasterkarten in QGIS oder GRASS GIS vektorisieren wollte. Also nicht einmal die Druckstärke spielt eine Rolle für mich.


stille Wasser gründen tief

Und nachdem es mich doch einige Nerven gekostet hat und es offiziell doch noch nicht unterstützt wird, möchte ich hier eine kleine Beschreibung bieten, wie es dann doch geklappt hat. Ich habe es bisher nur unter Gentoo Linux 2.6.23 x86 und linuxwacom-0.7.8-3 getestet. Im wesentlichen habe ich mich an das HowTo Wacom Tablet vom Gentoo Wiki gehalten. Was die allgemeine Intallation zunächst betraf. Hier ist insbesondere die Konfiguration von udev ausführlich erklärt, so daß ich das hier nicht weiter aufgreifen werde. Die zweite wichtige Quelle für mich war: Support-for-wacom-bamboo-one-with-device-id-0x0069.

Das Bamboo One ist anscheinend nicht im Kern Bestandteil der Bamboo-Serie, sondern vermutlich im Kern ein Volito 2. Nur schmückt es sich mit einer anderen id, nämlich der Nummer 0069.

Also für den Fall, daß
cat /proc/bus/usb/devices | grep -A5 056a | grep Driver | grep wacom kein Ergebnis wie dieses: I:* If#= 0 Alt= 0 #EPs= 1 Cls=03(HID ) Sub=01 Prot=02 Driver=wacom liefert, aber der Treiber vom Kernel oder linuxwacom wie im HowTo beschrieben installiert ist, dann spricht einiges dafür, daß der Treiber das Bamboo One noch gar nicht erkennen kann.

Das liegt an der Produkt-Nr. 0069, was man mit folgender Zeile recht schnell überprüfen kann:
cat /proc/bus/input/devices | grep 056a, diese sollte folgendes ausgeben: I: Bus=0003 Vendor=056a Product=0069 Version=0200.

Ich habe an den Kernelquellen nicht herumgebastelt, sondern den linuxwacom-Treiber manipuliert, so daß er erstens die Produkt-Nummer 0069 erkennen kann und außerdem das Bamboo One als GRAPHIRE anspricht und die gleichen Eckkoordinaten erhält wie das größere Volito 2

Dazu habe ich die Datei src/2.6.19/wacom_wac.c im Verzeichnis des linuxwacom-Quellcodes angepasst. Welche Bereiche kann man am besten aus der oben genannten zweiten Quelle entnehmen: Support-for-wacom-bamboo-one-with-device-id-0x0069.

Danach wäre zwar der Treiber mit dem Gerät verbunden, aber das Mapping ist noch falsch und der Stylus tanzt wie verrückt; an ein Arbeiten ist so nicht zu denken.

Also muß man nun in Ergänzung zu den Angaben von Frederik M.J. Vestre noch in der oben erwähnten wacom_wac.c-Datei die Auflistung ändern, leicht zu finden wenn man nach "Bamboo" sucht. Ich habe hier die Bamboo-Zeile auskommentiert und dafür eine neue für das Bamboo One eingefügt. Vermutlich kann man die Kommentierung auch entfernen.
{ "Wacom PenPartner2", 8, 3250, 2320, 255, 63, GRAPHIRE },
/*{ "Wacom Bamboo", 9, 14760, 9225, 511, 63, WACOM_MO },*/
{ "Wacom Bamboo One", 8, 5104, 3712, 511, 63, GRAPHIRE },

Das ganze mit folgendem Befehl übersetzen lassen:
./configure --prefix=/usr/ --enable-wacomdrv --enable-wacdump --enable-xsetwacom --enable-dlloader --enable-wacom --enable-tabletdev --enable-input --enable-mousedev --enable-evdev && make && sudo make install
und danach den im Verzeichnis unter src/2.6.19/wacom.ko erstellten Treiber anstelle des vom Kernel bereitgestellten Treibers einfügen, man sollte die dort vorhandene Datei gegebenenfalls sichern.
cp wacom.ko /lib/modules/2.6.23-gentoo/kernel/drivers/input/tablet/wacom.ko
Hier muß der Pfad an die eigene Installation angepasst werden.

Ich wünsche viel Erfolg :)

  Nergal

cinelerra

Wer kennt das nicht, wenn ein oder zwei Papiertaschen hervorgeholt werden und es heißt 'Ihr müßt Euch unbedingt noch die Bilder von [irgendeinem familiären Großereignis] ansehen.' - Widerstand zwecklos. Nach dem 33. Bild mit lachenden Gesichtern und der Erläuterung der Verwandschaftsgrade und letzter Neuigkeiten zu jedem Portrait ...

Nun steht es auch mir mal wieder bevor aus tausenden Digitalphotos das herauszusuchen, was interessant ist und das ganze ansehnlich zu verpacken. Und da ich den sogenannten 'Ken-Burns-effect' (Photos zu bewegen, um aus den stehenden Motiven doch bewegte zu machen.) recht gerne mag suchte ich nun nach so einem Programm und fand schließlich cinelerra. Ein Videoschnittprogramm mit einer bisweilen ungewöhlichen Bedienung. Neben der Bewegung von Bildern bietet es noch zig Überblendeffekte, die Möglichkeit Musik / Ton zu hinterlegen und mehrere Bilder parallel darzustellen usw. usf.

Der Aufwand ist natürlich ungleich größer, aber mit ein wenig Spieltrieb kann man der Langeweile trockener Diashows entfliehen, gezielt Akzente durch Bewegung setzen - beispielsweise Panoramaaufnahmen durchlaufen lassen - mit einer passenden Geräuschkulisse die Atmsophäre in den Aufnahmen wiedergeben.

Bin gespannt, wie es bei den 'Opfern' ankommt :)

  Nergal

simple mind - simple pleasure

Mein altes Mobiltelephon wurde langsam etwas kurzatmig, der Akku hat zwar recht lange im Bereitschaftsmodus durchgehalten aber sobald etwas mehr verlangt wurde keuchte die Stromzelle binnen kürzester Zeit wie eine Dampflok mit Asthma am Berg.

Also stand nun die Frage ins Haus neuer Akku oder neues Gerät. Ich habe mich beim Akkupreis von über 30 € für das neue Gerät entschieden und dabei überraschenderweise sozusagen mein Traumhandy gefunden. Es kann nämlich außer Telephonieren und Kurznachrichten versenden gar nichts, na gut es hat eine Weckerfunktion, die ich wohl nie nutzen werde. Es ist darüberhinaus extrem flach (9-10 mm) hat vernünftig proportinierte Tasten und ein Display auf dem ich sofort die Uhrzeit erkennen kann (unmöglich mit dem alten Motorola 450 C). Und noch etwas, was mich gleich ansprach eine e-Tintenartige Bildschrimtechnik. Die Rede ist vom Motorola F3. Im Prinzip ist es eine Art Seniorenhandy :). Der Verkäufer sprach zwar von komplizierter Bedienung, aber das war das erste Telephon, bei dem die Bedienungsanleitung kein Inhaltsverzeichnis hat und nicht in gebundener Form ist.


und so schaut es aus ...

Auffällig ist, daß quasi alles mit Symbolen und keinerlei Text dargestellt wird, man aber jedes Menü bei Bedarf mit einer Sprachausgabe erklärt bekomme kann. Man merkt, daß es ursprünglich für Entwicklungsländer konzipiert war. Man hat sich also richtig Gedanken gemacht, daß es einfach zu bedienen ist.

Ich hätte nie gedacht, daß ich mal so ein Telephon finden würde. Da ich als PDA immer noch meinen guten Palm nutze und gar nicht daran denke den gegen ein 'smartphone' einzutauschen (Könnte ich ja nichtmal im Flugzeug ebooks lesen oder Musik mmit hören.) will ich gar kein zweites Adressbuch führen, keinen hakeligen kleinen Terminkalender mit 9 Tasten bedienen müssen.

Da ich keinen prepaid-Vertrag oder sonstwas habe, sondern nur das Gerät und sonst nix erworben habe gibt es auch kein 'branding' und ich muß mir nicht mehr andauernd zeigen lassen welche Firma mir das Funknetz bereitstellt. Tut das Telephon im Festnetz ja auch nicht. Einfach wunderbar.

Das einzige was vielleicht etwas schade ist, in Deutschland scheint (zumindest die komplett vertragsfreie Version) mit der simpelsten Firmware überhaupt verkauft zu werden, da man nicht einstellen kann, daß das Datum optional angezeigt wird unter der Uhrzeit. In Südostasien gibt es auch wohl mehr Klingeltöne - ich mag keine Klingeltöne, ist also egal.

Ich sag ja: simple mind - simple pleasure ;)

  Nergal

Monasteria Obscura no° 70 - Die Rückkehr

Nun ist es wieder so weit, ein paar symlinks wollten erneuert werden und schon konnte ich idjc nach dem großen Updatemarathon nach über zwei Monaten wieder starten. Auch die Soundtechnik ist wieder konfiguriert - Mikro läuft :) .

Wir freuen uns bereits auf die Sendung heute Abend. Zur 70. Sendung wird es eine Mschung aus allem möglichen geben und vielleicht passen sogar ein paar musikalische Mitbringsel aus der Türkei in die Sendung, mal schauen wie sich die Playlist entwickelt.

In den nächsten Wochen werden Lugalbanda und ich noch eine Sondersendung bringen, wo wir ein bischen aus dem archæologischem Nähkästchen plaudern werden. Wann steht noch nicht fest, aber mit ein bisl Glück haben wir sogar einen Gast aus Istanbul dabei.

Bis heute Abend um 20.00 Uhr
Euer
  Nergal

morgen nach Ankara

Es ist soweit, der letzte Tag der Grabung und tatsächlich einmal nichts zu tun :).

Ich freue mich schon darauf hier einige Photos zu veröffentlichen und da ich mir doch noch eine Digitalcamera zugelegt hatte am Tag vor der Abfahrt, habe ich eine recht große AUswahl an Bildern.

Soviel schon mal an dieser Stelle: es war ein sehr erfolgreicher Survey - meine kläglichen Türkischkenntnisse sind aufgefrischt und erweitert, mittlerweile kann ich an keinem Felsen mehr vorbeilaufen ohne mal schnell nach Abarbeitungsspuren zu schauen. Ich habe eine Menge dazugelernt und so manche Entdeckung gemacht, Neues und auch seit 100 Jahren vergessenes. Ach, ja - verstürzte Mauern mag ich eine ganze Weile nicht mehr sehen. - Ansonsten darf ich mich nun zu den Pionierne der Ballonaufnahmen in Hattusa zählen. :) Ich hoffe ich darf da auch mal eine Luftaufnahme mit mir hier bringen.


einer der schönsten Arbeitsplätze, die ich dort hatte.

Für alle, die dachten, dieser Blog sei schon wieder tot, weit gefehlt - ich hatte nur schlicht nicht die nötige Ruhe und Muße während der 9 Wochen hier aktiv zu werden. Ich freue mich resig darauf wieder nach Hause zu kommen und mich verwöhnen zu lassen, Lakritz zu futtern - ein echtes Desiderat in der Türkei.

Bis die Tage...
  Nergal