Category: musik

Helium Vola

Vor kurzem habe ich einem Kollegen die Debüt-CD von Helium Vola ausgeliehen, da er diese nur auf seinem Notebook abspielen wollte, war es nichts mit dem Hörgenuß.

Die CD habe ich nun zwar bereits ein paar Jahre, aber nun packte mich doch der Ehrgeiz. Tatsächlich, unter dem Preisschild, daß noch immer auf der Rückseite klebte, kam es hervor "Nicht auf CD-Rom-Laufwerken abspielbar".

Die alterwürdige C'T nannte so etwas Un-CDs. Zurecht!

So leicht ließ ich mich aber nicht abschütteln. Auf der CD selber ist nämlich dieses wundervolle CDDA-Logo untergebracht, ganz klein und verschämt, aber da. So eine CD entspricht jedoch gar nicht mehr dem angegeben Standard "Compact Disc Digital Audio". Traurig, daß der Alster Musk Verlag sich dazu herabließ.

  Nergal

this morn'omina - the hegira trilogy

tmo habe ich erst relativ spät kennengelernt. Dadurch habe ich leider nicht mehr Gelegenheit gehabt die ersten drei Alben erwerben zu können. Nun hat ant-zendiese in einer wunderschönen schwarz-grauen übergroßen Box als Trilogie erneut heraugebracht.

Weit über drei Stunden Klanglandschaften laden ein zum Mitschweben, Lauschen, Träumen. Ich glaube die Musik von tmo kann man nur schwer in Worte fassen, ohne immer jede Menge Facetten unbenannt lassen zu müssen. Ich kann nur empfehlen mal hereinzuhören.

Man merkt den Alben an, daß sie jeweils aus einem Guß entstanden sind, auch die Vielfalt an Samples wie auf 7 years of famine wurde noch nicht erreicht, aber der dahinter stehenden Kreativität und Spielfreude tut das keinen Abbruch.

Ich bin begeistert und freue mich viele Stunden lang noch mich in dieser Landschaft aus Klängen Rhythmen, man möchte fast sagen Gerüchen und Lichtern verirren zu können.

  Nergal

Velvet Acid Christ - Lust for Blood

Schon seit dem Erscheinen der Calling ov the Dead höre ich leidenschaftlich gerne VAC. Und eben jenes Album war und blieb stets auch mein Favorit unter allen Alben deren Besitzer ich mich nennen darf.

Lust for Blood könnte ein direkter Nachfolger des 1998 veröfftenlichten Calling ov the Dead sein. Der erste Titel Wound bereits zeichnet sich durch einen großen Kontrast aus, von typischen fluktuierenden Melodinien, dem typischen gezerrtem Gesang Bryan Ericksons, dunklen Rythmen und den vielschichtigen Samples die bei jedem Hören eine unterschiedliche Nuance einzunehmen scheinen.

Dieses Album, bereits 2006 erschienen, aber nicht eher in meine CD-Sammlung gekommen ist für mich das, was so oft von dem Fun with knives versprochen wurde, welches ich eher zu den schwächeren zähle.

Die große musikalische Kreativität zeigen Lieder wie Crushed, das mit unverzerrter E-Gitarre eingespielt wird und dann in diesen unverwechselbaren VAC-Ryhtmus übergeht. Wenn der Gesang nicht wäre könnte es fast von Garden of Delight stammen und doch ist es eben der ureigene Stil der Drums, der dann doch eine tieftraurige Stimmung der Melodie vorantreibt.

Es ist recht lange her, daß ich ein derart vielschichtiges, verwobenes, kreatives, dunkles, aggresives und zugleich sanft liebliches Album gehört habe. - Ich verneige mich vor VAC!

Übrigens das Album Cover ist auch eines der schönsten, die ich kenne! Würde ich mir glatt an die Wand als Bild hängen. Es erinnert sehr an den Stil von Mark Ryden.

  Nergal

Helrunar - Metal aus Münster

Manchmal gebe ich einfach so Suchbegriffe wie "Black Metal Münster" bei google ein. Und manchmal trifft man ins Schwarze. So wie heute. Da dachte ich immer es gäbe keine Black- / Death-Metal Band in unserem geliebten Münster - weit gefehlt.

Helrunar sind eine Black-Pagan Band von hier. Und dazu auch noch mit deutschen Texten, der einzige deutschsprachige Metal, der mir gefiel bisher kam von Totenmond. Umso besser wenn sich der Horizont erweitert, direkt vor der Nase.
Man setzt (soweit ich bisher aus den herunterladbaren Liedern höre) kein Keyboard ein, dafür kommt als stimmungsvoller Ausgleich bisweilen die unverzehrte Gitarre zum Einsatz, die ein wenig Lagerfeuer-Atmosphäre zu verbreiten vermag.

So viel vorerst zu den beiden jüngsten Entdeckungen, mehr dazu, wenn ich etwas intensiver reingehört habe. Ich freue mich darauf.

  Nergal

Azathoth - Metal von Welt

Eine schöne Überraschung lag da auf meinem Schreibtisch gestern. Ein Umschlag aus Fresno, CA vollgeklebt mit 13 Freiheits(?)glocken-Briefmarken (weiß jemand was für einen Wert die haben? Das steht leider nicht auf der Marke drauf.) von Azathoth. Das gute Stück war immerhin sechs Tage unterwegs.

Es ist die erste EP von Azazoth, einer Black/Death-Metal Band. Ich hatte einen der Sänger / Gitarristen aka Ulver auf Stickam kennengelernt und ich war gleich begeistert von seiner Musik. Allein die 'growls' sind schon beeindruckend. Leider finde ich das Myspace-Profil gerade nicht wieder.

Musik zu beschreiben ist immer etwas schwierig, aber ich glaube wer sich etwas aus dem Dreieck Samael (ersten drei Alben), Dimmu Borgir und Naglfar vorstellen kann, liegt nicht ganz falsch. Der Gesang ist breit gefächert, die extrem tiefen 'growls' dominieren aber, was mir sehr gut gefällt - de gustibus non est disputandum.
Ein weiteres Merkmal ist der sich im wesentlichen auf das Fortepiano beschränkende Einsatz des Keyboards, welches für mich bisweilen noch etwas steif klingt, aber ich bin auch kein Klavierfan. Nichtsdestotrotz bringt es den Liedern einen weiten Horizont, der den einzelnen Abschnitten in den Liedern einen bemerkenswerten Kontrast verleiht.

Ich freue mich darauf diese Band in unserer Sendung zu präsentieren.

Manchmal ist man ja direkt vom Glück verfolgt, heute früh habe ich dann gleich auch noch eine weitere Black-Pagan-Metalband aus Münster gefunden. Dazu im nächsten Beitrag.

  Nergal